Werkführung


Quelle: Capron GmbH

Endlich war es so weit. Fast genau ein halbes Jahr, nachdem wir unseren Sunlight T 67 in Neustadt/ Sachsen bei der Fa. Capron GmbH abgeholt hatten, waren wir bei der Werkführung.

Wir hatten uns im Januar dafür angemeldet. Die Führungen sind immer Mittwochs, dauern 2 Stunden und sind kostenlos. Hier kann man sich anmelden:
http://www.capron.de/unternehmen_werksfuehrung.php


Quelle: Capron GmbH

Pünktlich 10 Uhr ging es los. Wir waren nur eine kleine Gruppe von 9 Personen, super für so eine Führung. Zunächst gab es eine kurze Einführung in die Geschichte der Fa. Capron GmbH. Dann wurden wir mit Kopfhörern ausgestattet um in der Produktionshalle auch alles zu verstehen.

 

Die Geschichte des Werkes

Die Capron GmbH wurde im Juli 2005 als Gemeinschaftsunternehmen der Hymer AG und der Dethleffs GmbH & Co. KG gegründet. Capron steht für Caravan Produktion Neustadt. Seit 2006 werden hier Reisemobile der Marken Carado, Sunlight, Orange Camp – bis 2016 auch Glücksmobil – produziert.

Zu DDR-Zeiten gehörte das Landmaschinenwerk in Neustadt in Sachsen zum Kombinat Fortschritt Landmaschinen. Das war in der DDR ab den 1960er Jahren der größte Landtechnikhersteller.


Fotos: Wikipedia


Herstellung der Wohnmobile Sunlight/ Carado/ OrangeCamp/ Glücksmobil

 Der Aufbau erfolgt vom Prinzip her von innen nach außen. Die eingebauten Schränke, die Küche, der Kühlschrank oder auch das Bad sowie die Heizung lassen sich einfacher „einbauen“, wenn noch keine Außenwände oder ein Dach vorhanden sind.


Fotos: autarker.de und Fa. Capron GmbH

Neben dem Aufbau der Wohnmobile nimmt einen großen Teil der Produktion die Herstellung der Möbel ein. Fast alle Holzteile werden in der eigenen Tischlerei hergestellt. Dabei werden die Teile so hergestellt, wie sie auch verarbeitet werden, lediglich ein kleiner „Sicherheitsvorrat“ wird produziert.
Auch die Seitenwände und das Dach werden eigens hergestellt. Und die sind wegen des Gewichts nicht aus vollem Holz, sondern aus Alu, Holz und Styropor.

Erst zum Ende kommen die beiden Seitenwände, die Rückwand und das Dach dran.

Fotos: autarker.de und Fa. Capron GmbH

 

Auch die Chassis, die draußen auf dem Hof stehen, sind nicht auf Vorrat. Sie haben alle schon einen Besitzer, die so wie wir auch, lange darauf gewartet haben, dass das Wohnmobil endlich fertig ist. Und dieser Vorrat reicht gerade mal für ca. 4 Wochen. Dieser Vorrat muss sein, denn wenn mal kein Nachschub da wäre, dann würde die ganze Produktion still stehen und das kann man sich nicht leisten.

 

Was uns auch beeindruckt hat, war das ruhige, stressfreie Arbeitsklima. Klar, es wurde am Band gearbeitet … aber alle sahen voll motiviert aus. Überall waren Frühstücksräume mit einer Küche eingerichtet, die Kantine bringt in der Frühstückspause belegte Brote vorbei und es gibt kostenlos Wasser.  Es gab sogar einen Massageraum. Hier kann man sich in der Pause nach vorheriger Anmeldung und privater Zahlung verwöhnen lassen.

Jetzt, nachdem wir bereits ein halbes Jahr mit unserem Sunlight T67 gereist sind, war das Erlebnis der Werkführung sehr viel interessanter. Man hat doch mittlerweile einen ganz anderen Bezug zu einem Wohnmobil. Es war sehr eindrucksvoll zu sehen, wie „unser“ Wohnmobil entstanden ist.

Vielen Dank an Frank Kramer für die kurzweilige und informative Führung.

Den Film der Fa. Capron über die Produktion aus dem Jahr 2015 findet ihr hier:
https://www.youtube.com/watch?v=_zlfqcG7UcQ

Aber der Film ersetzt nicht das Erlebnis vor Ort – eine Führung lohnt sich auf jeden Fall!

An dieser Stelle auch noch ein herzliches Dankeschön an Herrn Kramer von der Fa. Capron GmbH sowie an autarker.de, dass wir die Fotos für unsere Website verwenden durften.