Kreuzfahrt: Route Norwegen im Oktober 2017

Endlich war es wieder soweit. Zum zweiten Mal in diesem Jahr machten wir eine Kreuzfahrt. Diesmal fuhren wir mit der AIDAmar nach Norden.


Quelle: AIDA

Start war in Warnemünde. Es war aber keine Rundreise, sondern eine Transreise. Von Warnemünde aus ging es weiter nach Kopenhagen, Göteborg, Oslo, Stavanger und endete in Hamburg.


Quelle: www.kreuzfahrt-sonne.de


Tag 1

Der Tag begann recht früh. Bereits um 7 Uhr kam unser Fahrdienst und Hundesitter. Paula freute sich unbändig. Sie wurde später noch abgeholt zu ihrer „Wellnesswoche“. Leider konnten wir sie nicht mitnehmen.

Unser Bus fuhr ab dem Flughafen Berlin-Tegel. Der Flixbus kam sehr pünktlich an.  Leider war er auch sehr voll. Das war auf den Sturm „Xavier“  2 Tage zuvor zurückzuführen, da viele Bahnstrecken noch gesperrt waren.

Ohne Stau kamen wir pünktlich in Warnemünde-Werft an. Von dort aus mussten wir noch ein Stück zum Terminal laufen. Die AIDAmar war schon zu sehen. Zum Glück regnete es nicht so heftig.

Nach der Kofferabgabe hies es erst einmal warten. Es wurden zunächst Fotos gemacht und die Ausweise abfotograftiert bevor wir die Bordkarten erhielten. Dann ging es noch durch die Sicherheitskontrolle wie beim Flughafen.

12 Uhr waren wir auf dem Schiff. Unser Zimmer war bereits fertig.

Es sah wie die Kabine auf der AIDAblu aus, nur der Balkon war etwas kleiner.


Quelle: AIDA

Nach einem kleinen Imbiss im Restaurant spazierten wir über das Schiff bzw.  genossen den Ausblick vom Balkon, auf Pier 7, die Fähre und den Stellplatz.

Als alle Passagiere an Bord waren, fand die Seenotrettungsübung statt, an der jeder teilnehmen muss.

Aufgrund des Sturmes zwei Tage zuvor, gab es bei den Zügen der DB noch immer Probleme. Daher verzögerte sich das Auslaufen. Mit etwas Verspätung legten wir 18:45 Uhr  bei strömenden Regen ab.

Die AIDAmar lief das letzte Mal in diesem Jahr in Warnemünde aus. Daher wurde sie von vielen kleineren Schiffen begleite und auch an der Mole standen trotz des Regens viele Menschen. Statt der üblichen drei Signale gab der Kapitän unzählige Male das Signal, welches vom Tower und den anderen Schiffen erwidert wurde. Wie immer lief auch das Lied „Sail away, sail away“ von Enya. Es war sehr emotional.

Dann waren wir auch schon auf offener See. Beim Abendessen machten wir mit einem alleinreisenden älteren Herren aus der Schweiz Bekanntschaft. Er erzählte viel und wir verpassten  dadurch den Sektempfang.  Aber wir kamen noch pünktlich zu der Show „Dancing Queen Reloaded“ von den AIDA Allstars im Theatrium.

Später hatte es aufgehört zu regnen und es war recht mild. Der volle Mond schien spiegelte sich auf dem Meer. Ein herrlicher Abschluss für den ersten Urlaubstag.

 

Tag 2

Wie jedes Einlaufen in den Hafen war es auch in Kopenhagen wieder sehr schön. Noch war es dämmrig, aber der Sonnenaufgang nahte.

Kaum dass das Schiff angelegt hatte, ging die Sonne in Richtung Schweden auf.

Aufgrund des Tiefgangs und der Höhe der AIDAmar war eine Fahrt durch die Öresundbrücke leider nicht möglich, weshalb sie durch den Kanal fahren musste. Aber auch hier waren nur 1 1/2 m Wasser unter dem Kiel.. Man konnte die Brücke aber von der Ferne sehen.

Gegen 9 Uhr machten wir uns auf zu unserer Sightseeing-Tour durch Kopenhagen. Diesmal spielte das Wetter mit. Es war blauer Himmel und Sonnenschein, wenn auch nur bei 13 Grad.

Das Schiff lag recht zentral in Kopenhagen, unweit der Kleinen Meerjungfrau. Wir machten uns deshalb auch zu Fuß auf den Weg.
Hop on Hop off Busse fahren allerdings direkt vor dem AIDA-Terminal und auch Leihfahrräder gibt es in der Nähe der kleinen Meerjungfrau.

Kopenhagen ist die Hauptstadt Dänemarks. Hier sitzt das älteste Königreich der Welt. Hier trifft moderne auf alte Architektur, was die Stadt sehr interessant macht. Kopenhagen soll die lebenswerteste Stadt der Welt sein. Sie wurde 1996 zur offiziellen Kulturhauptstadt Europas gewählt.

Zuerst gingen wir zur Kleinen Meerjungfrau – dem kleinesten Denkmal – und dann weiter zum Gifeon-Brunnen – dem größten Denkmal von Kopenhagen. Bei dem Brunnen war auch gleich die St. Albans Kirche und eine Säule.

Von dort aus gingen wir weiter zum Schloss Amalienborg. Zwei der Häuser waren bewohnt, es waren die Flaggen obendrauf. Auch konnten wir diesmal die Wachablösung miterleben.

Weiter ging es zur Frederikskirche, zum Rosenborgslot, dem Ronderturm, Frauenkirche, Radhauspladsen und langsam wieder zurück durch die Schlossinsel, vorbei am Schloss Christiansborg , vorbei am Schwarzen Diamant und dann rüber auf die andere Seite, wo die Christanskirke und die Vor Frelsen Kirke stehen.

 


       

Sehr imposant war der Freistaat Christiana. Es ist ein Staat für sich. Hier ist es erlaubt, Marijuana anzubauen, zu rauchen und zu verkaufen. Es war sehr bunt. Die Planzen wuchsen teils als Bäume oder waren in Pflanzkübeln entlang der Straße. Überall waren kleine Stände, wo man probieren und natürlch einen Joint kaufen bzw. rauchen konnte. Der typische Geruch lag in der Luft. Man hatte das Gefühl, allein vom Vorbeilaufen Hai zu werden.
Es wurde davor gewarnt,  Fotos zu machen, zumindest den Bereich, wo Marijuana verkauft wird.

Letzte Station war dann noch der Nyhavn, wo wir uns noch ein leckeres Softeis zum Schluss gönnten. Das war allerdings so groß, dass wir es fast nicht schafften. Wir saßen direkt am Nyhavn in der Sonne. Es war herrlich.

Wieder zurück am Schiff, brauchten wir erst einmal eine Pause. Die Füße taten weh und wir waren wirklich so müde. Aber auch der Ausblick vom Schiff war sehr schön.

Am Abend drängten sich die Termine: Essen gehen, Sonnenuntergang, Auslauf aus dem Hafen, Prime Time,  die sich anschließende Kapitäns- und Offiziersvorstellung sowie die Show im Theatrium.

Leider zogen über Kopenhagen dunkle Regenwolken auf – also eher kein  Sonnenuntergang. Während dem Essen trat jedoch die Sonne unterhalb der Wolken wieder vor. Der Himmel war glutrot.

Das Schiff legte sogar früher ab. Das Auslaufen war aber unspektakulär, fast ein bisschen einsam. Leider durfte die AIDA keine langen Signaltöne abgeben. Im Vergleich zum Auslaufen in Warnemünde eher traurig.

In der Show stellten sich die AIDA AllStars vor. Zuerst wurde ein Film über ihre Herkunft und ihren Werdegang gezeigt, danach sang jeder seinen Lieblingssong,

Im Anschluss an Alex´ PrimeTime stellten sich die Offiziere und der Kapitän vor. Der Kapitän war Jörg Miklitza. Es war sehr unterhaltsam.

Später erhellte der volle Mond wieder das Meer und strahlte ein totale Ruhe aus.

 

Tag 3 

Während das Schiff pünktlich in den Hafen von Göteborg einlief, wurde der Horizont von der in kürze aufgehenden Sonnein orange/rot eingefärbt . Fast parall zum Frühstück ging die Sonne auf.
Es war strahlend blauer Himmel, aber dafür knackige 4 Grad.


Die Einfahrt in den Hafen war schmal und auch das Hafenbecken war nicht sehr groß. Es dauerte eine Weile, bis sich das Schiff um 90 Grad gedreht und endlich angelegt hatte. Wir lagen am Kai 751 Arendal.
Leider lag der Kai recht weit außerhalb der Stadt.  Dies lag an dem Tiefgang und der Höhe des Schiffes. Deshalb gab es Shuttleverkehr zwischen dem Hafen und der Stadt.

Direkt vor dem Kai war das Volvo-Werk mit dem Volwo-Museum

Wir hatten den Shuttle-Bus um 8:30 Uhr gebucht, welcher sich wegen eines Unfalls jedoch verspätete. Das Shuttle fuhr bis zum Stora Theater und dauerte fast 20 Minuten. Genau dort begann auch die Hop on Hop off – Tour, zu der wir uns spontan entschieden hatten. Eine Fahrt mit den Paddan-Kanalbooten war um diese Jahreszeit leider nicht mehr möglich.

Wir fuhren zunächst eine ganze Runde, um uns den Überblick zu verschaffen, u.a. auch zum Poseidon-Brunnen, einem der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt, dem Liseberg-Vergnügungspark, dem Stadion „Ullevi“, dem “ Gamla Ullevi“, dem Filmstadion und vielem mehr. Gegenüber dem Vergnügunspark stehen 3 Türme des Hotels Ghotia Tower.  Im 23. Stock befindet sich das Restaureant „Heaven 23“. Von hier aus kann man bei schönem Wetter fast die ganze Stadt sehen.

Göteborg wurde 1621 durch Gustav Adolf II. gegründet und von Holländern gebaut. Die Holländer prägten auch das Stadtbild von Göteborg maßgeblich.  Göteborg ist die zweitgrößte Stadt und der größte Hafen Schwedens.  Hier gibt es noch viele prächtige Paläste und Stadthäuser gepaart mit moderner Architektur.

Dann fuhren wir bis zur Feskekorka. Diese hatte sogar offen.

Anschließend spazierten wir durch den alten Stadtteil Haga, welcher heute ein Szeneviertel ist und dann in Richtung Hafen bzw. am Hafen entlang, vorbei an sehr schönen alten bzw. sanierten Häusern des alten Kronhuset-Viertels, dem Rathaus, schönen Hotels,  dem Casino , dem Maritimen Centrum und der Oper zum Läppstikk.



Letztes Ziel war der Läppstikk (Lippenstift), ein rot-weißer Büroturm. Hoch oben ist eine Aussichtskanzel, von wo aus man eine tolle Rundumsicht auf die Stadt hat. Ein Fahrstuhl bringt einen in die Etage 22. Die Auffahrt kostete pro Person 40 SEK. Die Aussichtsplattform war komplett verglast.

 

Danach machten wir uns auf den Rückweg. Wir spazierten noch durch eine der vielen Fußgängerzonen und aßen noch eine der originalen Zimtschnecken.

Bevor wir wieder zum Stora Theater kamen, schauten wir noch kurz in die „Saluhallen“, eine alte Markthalle herein. Es sah wirklich noch wie aus alten Zeiten aus.


Zurück am Hafen, machten wir noch ein Foto vom Schiff in der Sonne. Dann gingen wir zum Bug des Schiffes und setzten uns noch in die Sonne.

Pünktlich 18 Uhr liefen wir aus. Zur Verabschiedung spielte eine Kapelle mit Sheerleadern am Kai auf. Dann ertönte 3 mal das Signal und wir drehten 90 Grad im engen Hafenbecken.
Am Pooldeck mixte die Offiziere die Drinks.

Gleichzeit ging die Sonne im Westen unter. Zeitweise fuhren wir direkt in den Sonnenuntergang.
Wir blieben noch eine Weile an Deck, da wir durch die Schären, vorgelagerte Inseln, fuhren.


Zum Aufwärmen gingen wir ins Theatrium, wo auch schon bald die Vorstellung der Rock-Show „Satifaktion“ mit Musik von den Rolling Stones kam.

Anschließend gingen wir erst Essen und machten noch einen Rundgang über das Schiff. Der Mond war zwar nicht mehr voll, aber er strahlte herrlich über dem Meer und auch später in unsere Kabine.


 

Tag 4

Bereits ab 4:30 Uhr sind wir n den Oslojord  durch die Schären gefahren.

Gegen 7 Uhr kamen wir in Oslo  an. Die Stadt lag noch ruhig da, auch die See war ruhig. Lt. Kapitän waren es um die 0 Grad gewesen.
Die Sonne konnte man am Horizont bereits erahnen, aber über Oslo lag eine dunkle Wolke, so dass es leider keinen Sonnenaufgang gab.

 

Das Schiff legte am Akershuskaien an. Der Kai war sehr zentrumsnah.

Direkt gegenüber vom Schiff war die Festung Akershus. Auf der Straße war schon reger Berufsverkehr. Den ersten Hund den wir sahen, war ein Flat, der sein Herrchen beim Joggen begleitete.

Oslo hatten wir ja schon im Juni 2017 auf unserer großen Wohnmobil-Tour durch Norwegen besucht. Allerdings waren wir nur auf der Museumsinsel und auf dem Holmenkollen. Heute wollten wir die City erkunden.

Unser erstes Ziel war die Oper, welche 2008 eröffent worden ist . Das ganze Dach war aus massiven Mamorplatten und man konnte darauf auch hinauf gehen.

Von oben hatte man eine schöne Aussicht auf die Stadt sowie die Glasskulptur im Wasser”, die aus Stahl und Glaspaneelen besteht und je nach Blickwinkel, Lichteinfall und Tageszeit lassen Skulptur immer anders erscheint.

         

Als wir unsere weitere Tour durch die Stadt planten und die Stadtpläne ausbreiteten, kamen 3 Möven angeflogen. Eine wollte sogar den Stadtplan stibitzen … sie hatte ihn bereits im Schnabel.

Vorbei am Hauptbahnhof kamen wir zur Fußgängerzone der Karl Johans Gate. Diese Straße führte direkt zum Schloss  mit dem Schlosspark, was man von Weitem schon sehen konnte.



 

In der Domkirche.  Diese war für einen Dom sehr schlicht. Drinnen zündeten wir wieder eine Kerze an.


Entlang der Fußgängerzone und auch in den hiervon abgehenden Straßen standen auch wieder schöne alte und sanierte Häuser sowie bedeutende Bauten wie das Parlament, das Nationaltheater, die Universität, das Nationalmuseum, das Historische Museum.

    

Unser Weg führte uns wieder in Richtung Hafen, vorbei am Konzerthaus und den Häusern der königlichen Verwaltung sowie dem Nobelpreis-Center.

    

Dann spazierten wir die Aker Brygge entlang. Das ist ein Viertel, welches auf dem ehemaligen Werftgelände entstand. Hier wurde viel mit Glas und Stahl gebaut. Im Sommer ist da bestimmt eine Menge los, hier war ein Restaurant am anderen. Auch die Fähren zu den Inseln fahren hier ab.


Wir machten hier in der herrlichen Sonne eine kleine Pause. Auf dem Rückweg kamen wir noch am Rathaus vorbei. Zu jeder vollen Stunde ertönte ein Glockenspiel.

 

Zurück auf dem Schiff war nur noch Relaxen angesagt. Das war nun der dritte Tag in Folge, an dem wir durch Städte gelaufen sind.
19 Uhr gingen wir wieder ins Theater, es wurde die Tanzshow „Heart“ aufgeführt. Es war eine Exklusiv-Show auf der AIDAmar.

Am Abend war Oslo schön beleuchtet.

 

Tag 5

Wir blieben über Nacht in Oslo. Die ganze Nacht hatte es geregnet, aber am Morgen war es trocken. Wir blieben etwas länger im Bett und kurz nach dem  Frühstück legten wir auch schon ab. Die AIDA verlies mit den 3 Signaltönen und dem AIDA-Song die Stadt.

Die Stadt wurde immer kleiner hinter uns. Es sah trotz des bewölkten Himmels sehr schön aus.
Und wieder fuhren wir durch den 80 km langen Oslofjord. Diesmal aber bei Tag, so dass wir zumindest etwas mehr sehen konnten. Links und rechtes des Fjords waren viele mit Kiefern bedeckte Inseln auf deren Hügeln viele bunte Holzhäuser standen.  Es war malerisch. Leider regnete es sicch ein und es wurde immer diesiger.

      

Nach Verlassen des Oslofjords kamen wir wieder auf die offene See. Das Schiff bewegte sich um die 19 Knoten vorwärts, Der Wind betrug zwischen 24 und 27 Knoten. Wir genossen die raue See und waren ganz oft draußen auf dem Balkon bzw. auf Deck 5.

Abends fand im Theatrium die Show „Wer wird Millionär“ statt. Wir standen rechtzeit am TV-Studio, um einen der 250 Abstimmungsgeräte zu bekommen. Auf den „Stuhl“ haben wir es jedoch nicht geschafft.

Das Schiff schaukelte mittlerweile ganz schön heftig. Auf dem Weg zu unserer Kabine hatten wir ganz schön zu kämpfen und in der Kabine erst recht.  Unsere Kabine lag ganz weit vorne, und so war jede Ab- und Aufwärtsbewegung intensiver als in der Mitte des Schiffes.
Der Wind hatte zugenommen und blies mit einer Geschwindigkeit bis zu 39 Knoten , was einer Windstärke von 8 entspricht. Die Wellen waren bis zu 4 m hoch.
Deck 5 war gesperrt. Wir beobachteten das Spektakel daher noch eine Weile vom Balkon aus. Es war teilweise ganz schön heftig. Da waren einige Brecher dabei, die das Schiff so heftig trafen, dass es laute krachende Geräusche gab, das Schiff zu vibrieren begann und es  sich wild hin und her bewegte.

Im Bett hatte man bei den Abwärtsbewegungen das Gefühl zu schweben, während man bei den Aufwärtsbewegungen in die Matratze gedrückt wurde. Wir haben die Nacht überlebt. Uns war zwar nicht ganz wohl dabei, aber seekrank sind wir nicht geworden, andere Passagiere hatten da wohl mehr Probleme. In der zweiten Nachthälfte beruhigte sich die See zum Glück.

 

Tag 6

Heutiges Ziel war Stavanger.

Es war teils wolkenfreier Himmel und die Sterne leuchteten am Himmel. Überhaupt sah es freundlich aus – entgegen der Wettervorhersage.

Die Sonne brauchte zwar eine Weile, aber als sie da war, sah die  Stadt im Licht der aufgehenden Sonne so friedlich aus.

Plötzlich erschien auf der anderen Seite des Schiffes ein Regenbogen, dahinter war der Himmel schwarz. Der Regenbogen endete im Meer und kam leider immer näher. Es war ein tolles Naturschauspiel, wenngleich dahinter eine Regenfront kam.

Stavanger ist seit 2008 europäische Kulturhauptstadt. Das Schiff hatte am Strandkaien angelegt, direkt vor dem alten Stadtkern „Gamle Stavanger“. In diesem Viertel stehen rund 170 restaurierte weiße Holzhäuser aus dem 17. und 18. Jahrhundert in schmalen Kopfsteinpflastergassen.

Auf der anderen Seite konnte man die Häuser vom Skagenkaien sehr gut sehen, da kein weiteres Kreuzfahrtschiff da war. Hier ist die Hafenpromenade, welche von alten restaurierten Seehandelshäusern gesäumt wird.

Nachdem die Regenfront vorbeigezogen war, machten auch wir uns auf den Weg in die Stadt. So spazierten wir weiter durch die schmalen Gassen der Stadt. Die Häuser sahen so schön aus. Leider erwischte uns eine neue Regenfront, so dass wir dann wieder umkehrten.


Leider war uns auch diesmal ein Blick in die dreischiffige Basilika-Domkirche, welche 1125 erbaut  worden ist.



Im Norwegischen Ölmuseum erfährt man alles darüber, wie Öl und Gas vor Millionen von Jahren entstanden und wie sie noch heute vor der norwegischen Küste gefördert werden.


Zurück auf dem Schiff liesen wir es uns an Bord gut gehen. Nachmittags kam tatsächlich die Sonne wieder raus und wir konnten draußen auf der Terrasse Kaffe trinken. Bis zum Auslaufen relaxten wir bis zum Abend.

 

Kurz vor 19 Uhr liefen wir aus Stavanger aus. Es war schön und dennoch auch ein bisschen traurig, da es der letzte Hafen war.

Im Theatrium lief an diesem Abend die Exklusiv-Show „Kauri“, welche extra für die AIDAmar entwickelt worden ist. In diesem Stück ging es um spektakuläre Unterwasser-Welten mit mysteriösen Landschaften und faszinierenden Wesen. Wir machten es uns während der Show bequem.

 

Kaum hatten wir den Fjord verlassen traf uns der starke Wind der Nordsee erneut mit voller Wucht. Das Schiff schaukelte wieder auf und ab.
Es blieb auch die ganze Nacht so unruhig. Wir standen eine ganze Weile auf Deck 5 und beobachteten das Spektakel.

 

Tag 7

Am Morgen war die See noch recht ruhig und das Schiff fuhr mit 14 Knoten auch nicht so schnell. Das hatte der Kapitän so ankgekündigt. Auch die Sonne versuchte sich durch die Wolken durchzusetzen.

Heute war der 2. Seetag der Reise. Auf dem Schiff jagte ein Programmpunkt den anderen. Zunächst gab es Abreiseinformationen, anschließend stellte der Reiseberater AIDA-Reisen in Nordeuropa vor. Für uns stand heute noch Shopping auf dem Programm und die Fragestunde mit dem Kapitän.

Der Wind hatte zugenommen und erreichte Windspitzen von bis zu 47 Knoten. Da das Schiff nur 8 Knoten fuhr, schaukelte es aber nicht so stark. Aber es war dennoch sehr imposant, wie die Wellen sich am Schiff brachen. Ganz eindrucksvoll konnte man das an Deck 5 miterleben.

16 Uhr war die Fragestunde mit dem Kapitän. Das Theatrium war voll.

Der Kapität stellte kurz seinen Werdegang vom Abitur bis zu dem Zeitpunkt vor, als er 2012 Kapitän der AIDAmar geworden ist. Angefangen hatte alles in der Hafenmetropole überhaupt – in Dresden. Klasse! Grundwehrdienst bei der Marine als LKW-Fahrer, danach BWL-Studium, später Studium der Nautik. Er trug das alles auf seine humorvolle Art vor.

Anschließend wurden viele Fragen aus dem Puplikum gestellt … auch solche, die der Kapitän an einem Freitag, dem 13. nicht hören wollte – wie z.B. was passiert, wenn es starken Wellengang gibt und der Motorausfällt/ Was passiert, wenn das Schiff einen Eisberg rammt usw.  Aber egal welche Frage auch gestellt worden ist, die Antworten waren sowohl unterhaltsam als auch informativ.

Danach wurde noch der Reisefilm gezeigt und anschließend war SuperBingo. Leider haben wir nicht gewonnen, aber egal.

Abends war dann in allen Restaurant Farewell-Abend, worauf sich mein Schatz schon die ganze Woche gefreut hatte. Es gab Hummer! Und das, so viel man wollte bzw. konnte.

Bis zur Verabschiedung sahen wir noch ein bisschen Alex´ Prime Time mit General Manager Michael Wetzlar.

Auch im Theatrium war Farewell angesagt, es gab Sekt, die Crew verabschiedete sich und die AIDA Stars führten noch die Show „Beat Club“ auf.

Dann ging es auch schon ans Koffer packen, da diese bis 2 Uhr vor der Tür stehen sollten. Draußen regnete es leider.

Am Horizont waren aber schon die Lichter vom Festland zu erkennen. Wir befanden uns im Verkehrstrennungsgebiet, wo viele Schiffe unterwegs waren  und auch die Umrisse der AIDAprima waren schon zu erkennen.

Eigentlich sollte die AIDAprima 15 min nach uns in die Elbe nach Hamburg einfahren, aber die AIDAprima war wohl schneller und bog vor uns in die Elbe ein.

 

Tag 8

Der letzte Tag hatte angebrochen. Es war noch dunkel, als der Lotse an Bord ging und wir auf der Elbe Hamburg ansteuerten. U.a. fuhren wir auch beim Airbus-Werk in Finkenwerder vorbei, wo man gut in die Hallen hineinschauen konnte und auch eine Beluga stand. Die AIDAprima lag bereits am Kai, als wir anlegten.

   

In Hamburg legten wir am Cruisecenter in Altona an.

Die Koffer sind bereits in der Nacht abgeholt worden. Bis 11 Uhr hatten wir Zeit, das Schiff zu verlassen, bis 9 Uhr mussten wir schon das Zimmer verlassen. Wir vertrieben uns die Zeit an Bord, genossen den Blick über Hamburg.

 

Da wir in HH-Altona anlegten und auch unser Zug von HH-Altona vor, mussten wir kein Shuttle-Service in Anspruch nehmen. Wir holten einfach unsere Koffer am Cruise-Center ab und bummelten gemütlich in Richtung Bahnhof.

Unser Zug ging pünktlich.

Damit ging auch diese Reise zu Ende.
Zu Hause freute sich aber Paula riesig, dass wir endlich wieder da waren.