Harz – Herbst 2016

Eines unserer Ziele im November 2016 war eigentlich der Twistesee. Dort sollte laut Wetterbericht einigermaßen gutes Wetter, sprich Sonne, sein.



In der Nähe von Braunschweig machten wir eine Frühstückspause und checkten nochmals den Wetterbericht. Was der Wetterbericht uns da offenbarte, war nicht gerade schön, denn nun sollte es überall gleichermaßen schlecht sein.
Unter diesen Voraussetzungen wollten wir nicht so weit fahren.
Also nahmen wir als neues Ziel den Harz.

Auf dem Weg kamen wir auch an Salzgitter, Legende  und Peine vorbei. Gleich drei Freunde  wohnten hier in der Nähe – Freunde aus der Flatcoated Retriever Gruppe als auch aus der Sunlight & Carado Gruppe.

Das Frauchen von Akiro – Paulas Flat-Freund – hatte spontan Zeit und so fuhren wir nach Salzgitter.
Als wir vor dem Haus parkten, flippte Paula im Wohnmobil fast aus. Sie hatte Akiro schon hinter dem Gartenzaun entdeckt. Über zwei Stunden lang tobten die beiden, während wir im Garten Kaffee tranken. Und das im November!
Trotz kühler Temperaturen war es ein wunderschöner Nachmittag.

 


Später fuhren wir auf den Campingplatz Prahljust in Claustahl-Zellerfeld.

Informationen zum Campingplatz gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/campingplatz-prahljust-in-claustahl-zellerfeld/

Der Campingplatz liegt an einem See. Es war bereits sehr dämmrig als wir ankamen und so war es entsprechend schwierig, einen trockenen Platz auf dem  aufgeweichten Boden zu finden.

 

Die Nacht über regnete es und auch der Vormittag war nicht viel besser.
Zum Frühstück gab es Aufbackbrötchen.
Dazu benutzten wir das erste Mal unseren Omnia. Irgendwie dauerte es eine ganze Weile, bis die Brötchen fertig waren, aber sie waren sehr lecker.

Paula wartete auch schon auf das Frühstück 🙂

Im Laufe des Tages wurde es etwas trockener und wir nutzten die Gelegenheit zu einer kleinen Wanderung durch den sich anschließenden Wald.

Wir wanderten einen Teil auf dem Harzer-Hexen-Stieg inmitten des UNESO-Weltkulturerbes „Oberharzer  Wasserregal“.

Entlang der Wege standen Tafeln, so daß man viel Hintergrundinformationen zum Oberharzer Wasserregal bekam. Es war schon sehr beeindruckend, was die Menschen damals alles gebaut hatten, nur um Silber, Blei, Kupfer und Eisen abzubauen.

Der Wald war sehr urig. Wir wanderten entlang von Wassergräben und vielen Seen.


Paula testete jeden Bach und Stausee.


 


Insgesamt sind wir 5 km gelaufen. Da Paula sehr nass war, bekam sie mal wieder ihren Bademantel an.

 

Am nächsten Tag klarte das Wetter etwas auf und der blaue Himmel als auch die Sonne kamen hervor.

 

Wir beschlossen, weiter zu fahren.


Unser nächstes Ziel war Schierke. Wir fuhren zum Harz-Camping, dem höchsten Campingplatz im Harz.
Informationen rund um den Campingplatz/ Stellplatz gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/harz-camping-am-schierker-stern/

Wir richteten uns nur kurz ein und dann ging es auch schon los. Diesmal wollten wir den Brocken erklimmen.

Bei schönstem Wetter machten wir uns vom Campingplatz aus auf den Weg zum Brocken.


Es hieß, es wären ca. 8 km und in 1 ½ bis 2 Stunden sollte man oben sein.

Unser Weg führte uns auch am Bahnhof Schierke vorbei. Dort stand bereits eine Dampflok und wartete auf die Bahn aus dem Tal. Diese kam kurze Zeit später auch.

Es wäre die Gelegenheit gewesen, bequem mit der Brockenbahn ( http://www.hsb-wr.de/mehr-erfahren/tarife/fahrpreise/brockentarif/) zum Brocken zu fahren.
Aber es hätte für uns alle drei nur die Hinfahrt 62,50 €, Hin-und Rückfahrt 97,50 € gekostet. Das war doch sehr happig und so machten wir von den Brockenbahnen schöne Fotos.
Leider gibt es gibt einen Einheitsfahrpreis von jeder Station aus, so dass wir nun auch von der letzten Station vor dem Brocken den gleichen Preis hätten bezahlen müssen wie vom Bahnhof Drei-Annen.

Wir wanderten den Weg parallel zur Brockenbahn entlang. Der Weg war ganz angenehm zu laufen. Ab und zu kam die Brockenbahn vorbei.

 

 

Irgendwann trennten sich jedoch unsere Wege. Während die Bahn um den Berg herum zur Spitze fuhr, mussten wir den Teufelsstieg hinauf.

Hier mussten wir den steilsten Anstieg hin zur Brockenstraße meistern. Der Weg führte über Felsen und teilweise angelegte Bretterwege über ca. 1 km steil hinauf. Es war sehr anstrengend.




Auf der Brockenstraße ging es zur auch noch einmal steil bergauf, war aber auf Asphalt und damit viel angenehmer zu laufen. Und es wurde immer weißer! Oben auf dem Gipfel lag Schnee. Der Brocken selbst lag im dicken Nebel. Wir hatten für den Aufstieg und die 8,5 km ca. 3 ¼ Stunden gebraucht.



Wir kehrten in die Wirschaft „Der Brockenwirt“ ein und stärkten uns, bevor wir den Rückweg antraten.

Das hätte unsere Bahn zurück ins Tal sein können.

Es fing an, in dichten Flocken zu schneien und es kamen erste Zweifel, ob es richtig sei, bei dem Wetter den Abstieg zu wagen. Wir überlegten tatsächlich nochmal umzudrehen und doch den Zug zu nehmen. Das Einzige, was uns davon abhielt war der Aufstieg, den wir dann erneut auf uns hätten nehmen müssen.

Also marschierten wir doch weiter talwärts.  Es ging zwar nur noch bergab, aber es war fast noch anstrengender. Zunächst gingen wir die Brockenstraße lang und dann den Kabelgraben und die alte Bobbahn in Richtung Schierke hinunter. Diese Wege waren zwar nicht ganz so steil und nicht mit so großen Felsen, aber deswegen nicht weniger anspruchsvoll.

Die Füße taten weh und irgendwann wollten die Knie nicht mehr. So kamen wir nicht mehr so zügig voran und es dämmerte bereits. Die letzten zwei Kilometer nach Schierke mussten wir tatsächlich die Taschenlampe vom Handy aktivieren, da es im Wald zwischenzeitlich stockfinster war.  Es war  schon etwas gruselig. Paula lief ganz brav bei uns, wir hätten sie in der Dunkelheit auch kaum sehen können.

In Schierke kauften wir noch etwas ein, mussten dann allerdings zum Campingplatz wieder 2 km bergauf laufen.

Reine Wanderzeit war knapp 6 Stunden und eine Wegstrecke von 17 km.

Danach taten uns alle Knochen und Gelenke weh. Das änderte sich leider auch nicht nach einer ausgiebigen heißen Dusche und nach Einnahme einer Ibuprofen. Die Nacht war daher sehr schmerzhaft.
Paula war auch geschafft und schlief bald ein.

Auf dem uns zugewiesen Platz mit der Nummer 13 hatten wir leider keinen Sat-Empfang und so fuhren wir rückwärts auf Platz 8.


 

Am nächsten Tag fuhren wir ein Stück weiter in Richtung Heimat. Der Wald war so herrlich anzuschauen mit seinen vielen Farben.

So fuhren wir nach Dessau -Roßlau an die Elbe auf den Stellplatz am Seesportverein Dessau.
Informationen dazu gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/stellplatz-am-seesportverein-dessau/

Da uns noch immer alles weh tat, wurde es ein ganz entspannter Nachmittag. Paula kam dennoch auf ihre Kosten.

 


Abendspazierung auf der anderen Seite …

Am nächsten Tag ging es dann beizeiten nach Hause.