Dänemark und deutsche Ostsee – Jahreswechsel 2016/2017

Zum Jahreswechsel 2016/ 2017 sollte es nach Dänemark gehen. Es war die letzte Fahrt im alten Jahr.

Im Nachhinein müssen wir sagen, dass es mal wieder – zumindest wettertechnisch – eine sehr aufregende Reise war. Von Sonne, Orkan, Dauerregen, Sturmflut und Blitzeis war so ziemlich alles dabei, was das Wetter zu bieten hat.

Knapp 600 km lagen vor uns. Ziel war der Campingplatz in Henne Strand.

 

Tag1

Gegen 11 Uhr ging es endlich los Richtung Autobahn. Unterwegs tauschten wir noch schnell eine Gasflasche und kauften sicherheitshalber auch noch eine Mietflasche. Dass uns das Gas ausgeht, sollte nie wieder vorkommen.

Das Wetter war herrlich, blauer Himmel und Sonnenschein. Kurz vor der dänischen Grenze gab es noch einen herrlichen Sonnenuntergang mit einer feuerroten Sonne. Leider verdeckten Bäume eine bessere Sicht.

18 Uhr kamen wir nach einer ruhigen Fahrt an. Unsere Freunde ewarteten uns schon.

Das was wir im Dunkeln vom Henne Strand Camping gesehen hatten, sah schon einmal gut aus.

Ausführliche Informationen zum Campingplatz gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/henne-strand-camping/

Wir füllten nur noch schnell Wasser auf, nahmen einen kleinen Imbiss und liesen den Abend zusammen mit unseren Freunden ausklingen. Es war eine sternklare und ruhige Nacht.

 

Tag 2

8 Uhr war die Nachtruhe zu Ende. Unsere Paula wollte raus. Nach dem Frühstück erkundeten wir erst einmal den Campingplatz Henne Strand.

Anschließend spazierten wir durch das Örtchen in Richtung Strand. Es war für Ende Dezember angenehm warm in der Sonne. 

 

In der kleinen Bäckerei bestellten wir Berliner für den Silvesterabend.Die sahen nicht nur lecker aus … aber auch die anderen süßen Teilchen schmeckten sehr gut.

Wie schon in der Normandie so sind auch hier noch Bunkeranlagen aus dem 2. Weltkrieg zu sehen.

Der Strand war herrlich, breit und sehr weitläufig.

Paula war wieder in ihrem Element. Endlich konnte sie am Strand wieder ihrem Ball hinterher jagen. 


Leider zog es sich zu und es sah sehr stark nach Regen aus. Und so Bogen wir in Richtung Dünen ab und zurück Richtung Stellplatz. Aber es kam kein Regen.

 

Tag 3

In der Nacht kam Wind auf und am Morgen war es auch merklich kühler. Aber es waren immerhin noch 6 °C … In Deutschland gab es dagegen Frost.

Auch an diesem Tag gingen wir wieder zum Strand. Das musste einfach sein.


Auf dem Rückweg kamen wir nicht dran vorbei einen HotDogs zu essen. Dann holten wir noch die Berliner und Brot für das Käsefondue. Wieder zurück stimmten wir uns mit Glühwein auf Silvester ein.

An diesem Tag gab es auch wieder einen Sonnenuntergang, leider nicht direkt am Meer.

Danach legten sich alle noch ein bisschen hin … auch Paula, sie war so k.o.

Wir waren gespannt auf Silvester. Gerade die Knallerei ist ja nicht so schön für die Hunde. Uns wurde im Vorfeld gesagt, dass nur am Strand geknallt wird und nicht auf dem Campingplatz selbst.
Allerdings wurde auf den Straßen unweit des Campingplatzes schon ab 18 Uhr  geknallt. Paula schlug ein paar mal an, aber das war es auch schon. Sie blieb relativ entspannt.

Den Abend verbrachten wir mit unseren Freunden. Wir machten zusammen Käsefondue. Allerdings haben wir etwas improvisiert, denn ehrlicherweise müssen wir zugeben, dass wir nicht so richtig vorbereitet waren.

Pünktlich machten wir uns dann mit Sekt, Glühwein, Berlinern und Raketen auf den Weg zum Strand. Wir liesen Paula im WoMo mit Radiomusik und leise gestelltem Fernseher.
Ein paar Leute waren auch schon am Strand… Allerdings hätten wir mit deutlich mehr gerechnet. Auch der Parkplatz am Strand war leer.
Der Wind hatte zugenommen, man sah die weiße Gicht der Wellen in der Dunkelheit. So stellten wir uns in den Windschatten einer Mauer.
Es war anders, aber dennoch schön.

 

Tag 4

In der Nacht fing es an zu regnen. Leider. Aber egal, am Neujahrstag kann man auch mal länger im Bett bleiben. Auch Paula hatte keine so recht Lust, aufzustehen.

In einer Regenpause ging es mit Paula raus. Es war so herrlich still hier. In Berlin würden sie um diese Zeit auch noch knallen.
Zu unserem Erstaunen war es auch angenehm warm. Der Tag verlief sehr ruhig, ohne großes Programm, außer eine Runde spazieren und mit Paula spielen.
Abends spielten wir dann mit unseren Freunden Karten. Es war soooo lustig.

 

Tag 5

Heute sollte es weiter gehen. Die Wettervorhersage für die nächsten Tage war nicht so toll. Der morgenrote Himmel kündigte den Wetterumschwung an.

Ziel sollte Blåvand oder auch Rømø sein , je nachdem, ob wir einen schönen Stellplatz oder Campingplatz finden würden.

Auf der Fahrt schauten wir uns den Strand in Bœrsmose an. Allerdings konnten wir wegen Baggerarbeiten nicht auf den Strand fahren. Es war auch sehr stürmisch und der Sand tat im Gesicht weh.

So warfen wir nur einen schnellen Blick auf den Strand und den Campingplatz Boersmose. Der Campingplatz ist schön gelegen, direkt hinter den bzw. in den Dünen. Davor ist auch eine Quickstop für eine Nacht. Hier kommen wir bestimmt noch einmal her.

Der Campingplatz hatte allerdings geschlossen.
Dann fuhren wir zum Autostrand in Vejers. Er war nicht so breit wie in Rømø, aber dennoch schön. Und es gab sogar einen Hotdog-Stand. Dort holten wir uns alle erst einmal einen Hotdog.

Dann durfte auch Paula wieder am Strand toben.

 

Da es im Wind doch sehr unangenehm war, setzten wir uns ins Wohnmobil und beobachteten bei Kaffee und Keksen das Treiben und die rauhe See.

Bei der Rückfahrt fuhren sich unsere Freunde aus falscher Rücksicht auf entgegenkommende PKW fest. Diese fuhren ohne Mühe nachher weiter … unsere Freunde schafften es aber nach 10 Minuten dann Gott sei Dank von selbst, aus der Sandkuhle herauszufahren. Das war aber erst einmal ein Schreck.
Auf Rømø bezahlt man für´s Abschleppen eine Menge Geld.

Anschließend ging es nach Blåvand. Unsere Freunde wollten noch Souvenirs besorgen und so fuhren wir alleine zum Leuchtturm. Leider zogen schwarze Wolken auf und es begann zu regnen bzw. zu hageln. Da wir ja aber erst im September 2016 dort waren, warteten wir im Wohnmobil. Währenddessen  hatten wir nach Stellplätzen in der näheren Umgebung gesucht und zwei gefunden. Diese wollten wir uns anschauen.

Der erste Parkplatz, lt. den Angaben in der App, sollte direkt am Blåvand Strand sein. Angeblich hätte man da im Wohnmobil übernachten dürfen. Allein Hunde waren nicht erlaubt. Auf dem Luftbild sah es nicht einmal schlecht aus.

Die Fahrt war abenteuerlich.
Nach ein paar Kilometern Landstraße bogen wir ab und kamen direkt in ein Naturschutzgebiet. Es gab nur eine schmale Straße, links und rechts Überschwemmungsgebiet. Zum Teil war die Straße weggebrochen oder unter Wasser. Die einzelnen Abschnitte der Straße waren mit Gittern oder Metallplatten verbunden.
Am Parklpatz angekommen, sah es nicht sehr einladend aus. Vielleicht lag es aber auch nur am Regen. Wohnmobile waren entgegen der Aussage in der App überhaupt nicht erlaubt.

Und so fuhren wir zum nächsten Platz.
Dieser sollte direkt am Fjord sein. Der Ort nennt sich Ho-Bugt. Dort war weder Camping noch Übernachten verboten.

Hier blieben wir, denn es wurde auch schon Dunkel. Der Platz ist bestimmt sehr schön, wenn blauer Himmel ist und die Sonne scheint. So war es eher etwas trostlos.

Die Nacht war unruhig. Hin und wieder regnete es noch und in den Morgenstunden nahm der Wind zu.
Da wir direkt am Wasser standen, beobachteten wir den Wasserstand, schließlich gab es am Fjord auch Ebbe und Flut.

Wir saßen noch eine Weile mit unseren Freunden zusammen. Es war unser letzter gemeinsamer Abend.

 

Tag 6

Nach einer regnerischen und stürmischen Nacht am Fjord und den schlechten Wetteraussichten beschlossen wir, in Richtung Deutschland zu fahren. An der Ostsee sollte etwas besseres Wetter sein.
Unsere Freunde mussten nach Hause und so nahmen wir Kurs in Richtung Schacht-Audorf. Es regnete und stürmte die ganze Fahrt über. Wegen des Sturmes waren sogar schon Autobahnbrücken gesperrt worden.
Wir waren froh, am Nachmittag endlich unser Ziel erreicht zu haben.

Auch in Schacht-Audorf regnete es die ganze Zeit und unser Wohnmobil wurde die ganze Nacht kräftig durchgeschüttelt.

Trotz des Wetters ist der Wohnmobil Park Schacht-Audorf eines unserer Lieblingsstellplätze am NOK.

Ausführliche Informationen gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/wohnmobilpark-schacht-audorf/

 

Tag 7

Am Vormittag klarte es auf und die Sonne kam heraus. Bei Sonnenschein sieht die Welt doch gleich ganz anders aus.

Wir fuhren die Ostseeküste entlang, über Kiel, Laboe und diverse Orte bis nach Grömitz.

Wir schauten uns die unterschiedlichsten Park-und Stellplätze an. So waren wir unter anderem auch mal schnell in Kalifornien und Brasilien.

Einen sehr schönen Parkplatz entdeckten wir in Hohenfelde-Grünberg. Dieser war direkt am Wasser.

Leider kann man in der Saison nicht mit dem Wohnmobil auf diesen Parkplatz drauf fahren. Aber 100 bis 300 m entfernt sind Stellplätze, die jedoch im Winter geschlossen haben.

Wir wären sehr gerne dort geblieben, aber für die Ostsee war die schwerste Sturmflut seit 2006 vorhergesagt. Das Risiko war uns einfach zu groß.

Danach schauten wir uns den Strandparkplatz Malmsteg an. Der Platz war zwar klein, aber es war nicht für Wohnmobile verboten, dort zu stehen.

An den Strand in Behrensdorf sind wir nicht gekommen, da der Parkplatz für Wohnmobile nicht zugänglich ist.

Der Parkplatz in Hohwacht war zum Übernachten für Wohnmobile verboten. Der Stellplatz in Alt-Hohwacht war nicht so schön.

Und so fuhren wir weiter nach Grömitz, an den Lenster Strand. Dieser war zwar auch nur ein Parkplatz, aber hinter dem Deich. Zudem war es schon wieder spät geworden.

Ausführliche Informationen zum Stellplatz gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/parkplatz-lenster-strand/

 

Wir gingen über den Deich zum Strand und waren uns einig, dass wir hier vor der Sturmflut sicher sein würden.

Paula hatte noch ihren Spaß am Lenster Strand. In der Nebensaison ist das ja auch kein Problem, aber hier gibt es auch einen Hundestrand.

Weitere Informationen zum Hundestrand gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/hundestrand-groemitz/

Auch haben wir noch einen schönen Sonnenuntergang erlebt. Es war alles so friedlich, wie die Ruhe vor dem Sturm.

Die Flut wurde für die Zeit von 21 bis 24 Uhr erwartet. Wir hatten nicht die nötige Ruhe und so machten wir uns in der Dunkelheit auf den Weg zum Strand. Zu unserer Überraschung hatte es angefangen zu schneien.

Der Strand stand schon unter Wasser, aber auch zwei Stunden später war es nur unmerklich mehr Wasser geworden. Wir konnten also beruhigt ins Bett gehen.

Imposant war, dass die Wellen seitlich wie Raketen auf den Strand aufschlugen. Aber Grömitz liegt ja auch seitlich in der Bucht und wurde so nicht frontal von der Sturmflut getroffen.

 

Tag 8

Die Nacht verlief runig. Am Morgen klarte es auf. Wir machten unsere Morgenrunde zum Strand. Dieser war zwar wieder zugänglich, aber es war kein lockerer Sand mehr da, alles war fest.

Wir setzten unsere Fahrt fort nach Scharbeutz. Da wir mit Sommerreifen unterwegs waren, fuhren wir vorsichtig um die Kurven. Aber alle Straßen waren schon frei.

In Scharbeutz gingen wir auf den Stellplatz beim Ostsee Ferienpark Scharbeutz. Weitere Informationen gibt hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/stellplatz-ferienpark-scharbeutz/

Alles sah sehr schön aus. Es war blauer Himmel und Sonnenschein … Allerdings waren es auch nur – 4°C und es wehte dazu noch ein eisiger Wind.

Wir gingen dann auch gleich zum Strand. Viel war davon nicht übrig. Die Sturmflut hatte an den Dünen genagt.

Paula hatte dennoch ihren Spaß. Da es aber so eisig war, gingen wir schnell zurück.

Da noch Nebensaison war, konnten wir mit Paula an den normalen Ostseestrand gehen.

Aber es ist gut zu wissen, dass es nicht weit von hier einen Hundestrand gibt.  Weitere Informationen gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/hundestrand-scharbeutz/

Später testeten wir die Duschen. Mein Schatz hatte zuviel Hitze und ging mit kurzen Hosen zum Duschen. Es waren ja auch nur -4 °C.

Es war ein sehr schöner, wenngleich auch ein frostiger Tag, den wir ruhig ausklingen liesen. Es war unser letzter Urlaubstag

.

Tag 9

Heute sollte es eigentlich nach Hause gehen. Nach einem herrlichen Sonnenaufgang und frischen Brötchen zum Frühstück, gingen wir noch einmal zum Strand. Man konnte auch tatsächlich von Strand sprechen. Allerdings war alles voller Algen.
Die Sonne schien herrlich und es kam einem wärmer vor, als am Tag zuvor, obwohl es satte -11 °C waren. Das lag wohl an dem fehlenden Wind.


Gegen Mittag ging es also wieder zurück. Irgendwie machte sich eine traurige Stimmung breit. Warum nur mussten wir nach Hause.
Naja,  am Samstag hätte mein Schatz regulär wieder Dienst gehabt.
Zum Glück kam es doch anders. Ein Anruf auf Arbeit und er hatte frei, denn es waren genügend Kollegen da und zudem hatte er noch reichlich Überstunden.

Und so nahmen wir Kurs auf einen unserer Lieblingsstellplätze – auf der Mittelmole in Warnemünde.
Informationen zum Stellplatz gibt hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/stellplatz-mittelmole-in-warnemuende/

Leider gab es keine Fischbrötchen mehr, dazu war es zu spät. Aber über der Stadt ging die Sonne orangefarbenen unter. Es war ein herrlicher, ganz klarer Abend, bei dem sich die Lichter auf dem ruhigen Wasser spiegelten.

Und es wäre nicht Warnemünde, wenn nicht die Gasflasche leer geworden wäre. Aber wir hatten ja vorgesorgt … Nun kam also die letzte von 3 Gasflaschen auch noch zum Start. Bei – 8 °C Nachttemperatur auch zu empfehlen.


Tag 10

In der Nacht kam Wind auf und morgens war schon alles grau und wolkenverhangen. Es waren zunächst -8°C, später nur noch -5°C, aber es kam ein eisiger Ostwind. Später kam auch noch Schnee hinzu, der dann in Schneeregen überging.

Auf den Straßen wurde es glatt, es gab eine Unwetterwarnung wegen Blitzeis. Zum Glück mussten wir heute noch nicht nach Hause.
Auch mit Paula waren wir nur kurz draußen, unseren Ausflug zum Hundestrand ließen wir lieber sein.

Informationen zum Hundestrand gibt es hier: http://reisenmitwohnmobilundhund.de/hundestraende-in-warnemuende/

 

Tag 11

Heute mussten wir auf jeden Fall nach Hause fahren. Am Morgen waren es schon + 1°C. Auch die Pfützen waren weitestgehend aufgetaut. Dennoch war es manchen Stellen glatt.
Aus den Tiefen einer gefrorenen Pfütze retteten wir einen 5-Euro-Schein . Mit dem Kessel voll heißem Wasser und Spezialwerkzeug haben wir den Schein befreit.

Die Heimfahrt war sehr entspannt. Teilweise schien die Sonne und es war blauer Himmel. In Berlin war alles grau und die Straßen noch voller Schnee bei – 3 °C.
So schnell waren 10 Tage vorbei und die nächste Ausfahrt nicht in Sicht.

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